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Pro Bank - FlowTex-Skandal: 1,1 Milliarden Staatsha…

Posted in Allgemein on August 5th, 2008 by admin

der-west-bank-gaza/”>bankann wären die Banken fein raus gewesen und die Kleinanleger die
> geprellten. Nur ist der Schwindel halt zu früh aufgeflogen und nun
> sind die Banken selbst die geprellten.
Da ihnen der Weg “Börsengang” zur Externalisierung der Verluste nicht
offenstand, haben die betroffenen Banken diese Verluste mit
Sicherheit auf andere Bereiche umgelegt: Kontoführungsgebühren,
Dispozinsen usw. Bei einem Börsengang hätten wenigstens nur die
dummen Technologie-Anleger geblutet, so wie es jetzt gelaufen ist,
bluten alle Bankkunden der betroffenen Banken, in irgendeiner Form.
> Da kann man ja wenigstens mal
> versuchen sich am Staat wieder gesundzustossen.
Das würde jeder zumindest versuchen. Geht ja schon um anständig
Kohle, da kann man auch mal einen Rechtsstreit riskieren. Man kann
Gerichte mit einer Lotterie vergleichen: Die Anwaltskosten sind das
Los, das man kaufen muß, um an der Rechtslotterie teilzunehmen. Ob
man dann auch gewinnt, ist nur mit 50%-Chance vorhersagbar. Zumindest
solange, solange man den Richter nicht schmiert…
Ich glaube allerdings nicht, daß der BGH dem Land BaWü die
Staatshaftung aufbrummen wird. Wenn BaWü 600-800 Mio abdrücken muß,
dann können von diesem Geld keine Schulen und Krankenhäuser mehr
gebaut und keine neuen Mittelständler gefördert werden. Es ist halt
zweifelhaft, ob die Banken, die dann dieses Geld bekämen, damit
besser wirtschaften würden, als das Land BaWü.
Als Gegenargument kann man anführen, daß die Stadt Ettlingen im Zuge
des Flowtex-Skandals zahlreiche Gewerbesteuereinnahmen an die
Gläubiger zurückzahlen mußte, denn Schmider und Co. haben ihre
Luftgeschäfte immer extra-korrekt versteuert. Der Stadt Ettlingen hat
dieser Verlust netto nicht geschadet, denen gehts immer noch sehr
gut. Vielleicht ist das Geld halt wirklich bei den Banken besser
aufgehoben.
> Die Banken tun halt alles für Aktionäre, aber eben nur für ihre
> eigenen.
Bankaktien zu kaufen ist irgendwo irrational. Eine Bank kann nur
wachsen, wenn sie Geld investiert und zwar in Bereiche, die eben
NICHT Bank sind. Die Bank lebt ja nicht vom Ausbau der
Problemkreditabteilung sondern von der Kreditvergabe an
zahlungswillige und zahlungsfähige Schuldner.
mfG, yossarian