Archive for August 14th, 2008

Re: mal nachdenken! - Deutsche Bank informiert Mitarbeiter von…

Posted in Allgemein on August 14th, 2008 by admin

href=”http://stripling.eu/2008/08/12/zeitgeist-der-umstrittene-dokumentarfilm-uber-religion-11-september-us-zentralbank-und-entertainment/”>bank Ehre und Verbundenheit zu den Mitarbeitern und der Firma sowie deren
> > Gründern ist diesen Fuzzis doch fremd.
>
> Wir sind nicht mehr im Jahre 1902, Ein Unternehmen muss Kohle machen
> um Aktionäre und Mitarbeiter finanzieren zu können. Und lieber 800
> weg, als irgendwann mal alle weg.
Soso. Firmen, wie Johnson Controls machen Millionengewinne und feuern
ihre Mitarbeiter trotzdem.
Der Einzige Grund, warum die großen Unternehmen Geld machen, ist die
Aktionäre und das Management zufrieden zu stellen. Mitarbeiter zählen
dort einen Scheissdreck. Die haben keine Skrupel ihre Produktion in
Länder zu verlegen, in denen die nur 40 cent die Stunde bei
menschenunwürdigen Bedingungen zahlen müssen. Von wegen Nike und
Kinderarbeit - da haben die kein Problem mit.
Am Ende wundern sie sich, dass sich im Westen immer weniger Leute
ihre Produkte leisten können und beklagen sich über die schlechte
Wirtschaftslage bei den Politikern. Fordern längere Lebensarbeitszeit
(welche Firma stellt denn heute allen ernstes noch einen 60 Jährigen
ein?) oder die Feiertage streichen ist auch super - damit du mit 45
schon nen kaputten Rückenhast, statt mit 50 und man die Mitarbeiter,
die lange dabei sind auch möglichst früh los wird, ohne Abfindungen
zahlenzu müssen. Die Berufsschule ist natürlich auch überflüssig für
Auszubildende, die könnten in der Zeit ja arbeiten. Am besten
schaffen wir aber die Ausbildung völlig ab, kostet nur Geld: Wir
lernen die Mitarbeiter an. Know how gibt’s ja notfalls im Ausland.
Merkst du eigentlich noch was? Es geht geradewegs zurück ins 19.
Jahrhundert!
Dummerweise ist der Spielplatz nicht mehr das eigene Land, sondern
die ganze Welt.
Die Einzige Möglichkeit aus so einem Teufelskreis raus zu kommen,
ohne einen riesen Knall mit satter Weltwirtschaftskrise zu bekommen,
ist die Schaffung von Standfesten Gewerkschaften in den
Billiglohnländern.
Gruss,
-Wanja-

Re: mal nachdenken! - Deutsche Bank informiert Mitarbeiter von…

Posted in Allgemein on August 14th, 2008 by admin

> > Hallo Wanja,
> >
> > klar ist das zu pauschal, aber hier bei Heise ziemt es sich doch so,
> > oder?
>
> Nein.
Die Antwort gefällt mir ;-))
>
> Ich sagte, Gewerkschaften sollten in Billiglohnländern gestärkt
> werden
> Dort werden Arbeiter ausgebeutet.
Sorry, stimmt, hab noch mal nachgelesen. ACK, wobei aber vor den
Gewerkschaften noch die eigentlichen Reformen in der Demokratie etc.
stehen sollten. (wenn wir von den wirklichen Billiglohnländern mit
fehlender Demokratie etc. sprechen)
>
> Auch hier gehen einige Methoden der Arbeitgeber der Ausbeutung nahe:
> Ein Bekannter von mir arbeitet in einem Betrieb, in dem kürzlich ein
> Mitarbeiter aus Kostengründen gefeuert wurde, obwohl alle in der
> Arbeit ersticken und massiv Überstunden schieben müssen: und das
> _ausserhalb_ der Saison.
> Dieser Betrieb, ein Zweiradhaus, hat gegenüber den Supermarkt vor
> allem einen Vorteil: den Service.
> Diesen können die verbliebenen Mitarbeiter noch schwerer wahrnehmen,
> Fazit: die Kunden springen immer häufiger ab, weil sie weniger
> Mehrwert sehen und länger warten müssen. Der Betrieb geht langsam
> aber sicher den Bach runter und irgenwann dürfen alle gehen.
> Die Leute bekommen für ihre mehrarbeit auch kaum mehr Geld- alleine
> die Nachfrage qualifiziert dazu gefeuert und durch eine billigere
> Arbeitskraft ersetzt zu werden.
Du schreibst es selber. Unternehmerische Fehlentscheidungen bestraft
der MArkt.
> > Heutzutage ist eine Gewerkschaft in das Gegenteil verkehrt und
> > knechtet die Unternehmerfreiheit und Entscheidungen.
>
> Falsch, die Unternehmen können es sich heutzutage leisten Löhne
> gering zu halten, weil es genügend Leute gibtm die heutzutage Arbeit
> suchen.
> Sei froh, dass es ausgehandelte Mindest-Tarife gibt.
Klar ist die Gewerkschaft aus den Gründerjahren mitverantwortlich für
den heutigen Wohlstand usw…aber die haben die Zeit verschlafen.
Und Mindestlohne, kommt halt immer drauf an. Ich habe einen
Unternehmerkunden gehabt, der seine Firma geschlossen hat, denn es
wurde ein Mindestlohn für Bekleidungsnäher durchgesetzt, der am Markt
nicht mal den Selbstkostenpreis abbildete. Folge: 20 Arbeitslose
mehr. Die Leute hätten übrigens gerne für den Lohn des Arbeitgebers
gearbeitet, da dies wesentlich mehr als das Alogeld war, aber es
sollte nicht sein.
> > Ein Unternehmen ist Marktteilnehmer und will alleine aus
> > Gewinnerzielungsabsicht einen Ausgleich zwischen MArkt und Angebot
> > bieten.
>
> Nein, den Unternehmer interessiertheute idR nur der kurzfristige
> Gewinn.
Hm…einigen wir uns auf es gibt solche und solche? Weil Du hast
recht, es gibt diese Firmen
> Dass Massenentlassungen die Binnenwirtschaft extrem schwächen ist ihm
> egal.
> Dummerweise kostet ein entlasener Mitarbeiter den Staat Geld hat aber
> kaum Wirtschaftskraft, der Staat muss die Steuern entsprechend
> erhöhen, bzw kann sienicht senken, um all die Leuteunterzubringen.
> Das geht auf die Lohnnebenkosten, kostet wiederum den Unternehmer
> mehr und schwächt die Wirtschaftlichkeit. Ergo: etr versucht noch
> mehr Leute zu entlassen,bzw. die Löhne zu drücken und verstärkt
> diesen Effekt noch.
> Bis der Effekt durchschlägt dauert es leider immer ein wenig, aber
> derzeit st er spürbar.
Richtig.
>
> Gleiches geschah im England zur Zeit der industriellen Revolution -
> das fing auch langsam an und wurde erst beendet, als es eine Balance
> zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber gab.
>
> > Jeder Unternehmer ist an zufriedenen Mitarbeitern
> > interessiert, da diese die höchste Produktivitäts und Loyalitätsrate
> > bieten.
Stimmt, aber in der betrachtung günstiger geht nicht nur das
Bruttogehalt sondern der Wertschöpfungspreis eines Mitarbeiters ein.
und wenn da die Waage zuungunsten eines leistungsschwachen aber sich
auskennenden bestehenden Mitarbeiter fällt, dann Pech.
Das Grobzeug, das heute in den Arbeitsmarkt kommt, ist oft den Euro
nicht wert und könnte oft umsonst arbeiten und wäre trotzdem noch
teuerer wie ein Arbeitnehmer der “alten” Schule, der aber seinen Job
RICHTIG ausführt.
> Nein. Jederunternehmer ist an Gewinn interessiert. Wenn er einen
> MItarbeiter feuern kann, umihn durch einen günstgeren zu ersetzen,
> zögert er kenie Sekunde.
> Ist ein Mitarbeiter ausgebrannt, wird erersetzt.
siehe oben.
> Welche Firma stellt heute noch einen 55-jährigen ein?
Weg mit Kündigungsschutzklauseln und plötzlich erleben die ALTEN
wieder einen Nachfrageboom.
>
> > Daher braucht es keinen Kündigungsschutz usw….
>
> Schalt mal dein Hirn ein, bitte und überleg dir, was das Fehlen von
> Kündigungsschutz und Gewerkschaften bedeutet. Ganz genau:
> Lohndumping.
Mag sein, aber Angebot und Nachfrage müssen wieder auf ein
natürliches Mass kommen und dann siehe deine aussage oben. Sinkende
Arbeitslosigkeit schafft nachfrage, schafft schafft….und dann gehen
die Preise für Arbeitskraft wieder anch oben.
> > Statt das die Gewerkschaften dafür eintreten, z.Bsp. den
> > Kündigungsschutz für ältere Mitarbeiter aufzuheben, fordern sie
> > Lohnerhöhungen und streiken.
>
> Schalt dein Hirn ein: was bedeutet es, Kündigungsschutz für ältere
> Mitarneiter aufzuheben? Genaui: du entlässt sie in die Frührente, das
> kostet den Staat viel Geld, der kann die Nebenkosten nicht ordemtlich
> senken, dasdrückt auf die Wirtschaftlichkeit derUnternehmen in
> Dezutschland, etc, etc.. teufelskreis, siehe oben.
Nein, Frühverrentung ist ein Modell um den Kündigungsschutz
auszuhebeln. Ansonsten stimme ich Dir zu. Ich würde ebenso ab sofort
die Frühverrentung verbieten.
> > Das ist Realitätsfremd.
>
> Du bist Realitätsfremd.
Sind wir nicht alle ein bischen Bluna???
> > Ein Unternehmen stellt deswegen keine “Alten” ein, weil sie nicht
> > mehr “gehbar” sind, wenn die NAchfrage sinkt.
>
> Nein, weil sie öfter wegen Krankheit ausfallen und idR mehr Geld
> kosten, als ein Newbie, der noch mit dem Tariflohn zufrieden ist und
> brav buckelt ohne zu meckern.
>
siehe oben, wenn er rentierlicher ist als ein junger SPutnik, dann
nicht. und das brav buckeln ohne meckern, das sehe ich bei den
heutigen newbies nicht so…
> > jetzt sag du mir ein beispiel, warum die gewerkschaften eine
> > Berechtigung haben?
>
> Lohndumping (siehe oben) und damit insgesamte Wirtschaftsschwäche
> durch wenig Kaufkraft.
ich sehe es genau andersrum…
> Im globalisierten Markt hast duein Exportproblem, weil andre Länder
> billiger produzieren. Das können sie idR deswegen, weil sie ihre
> Arbeiter ausbeuten oder ihrem Volk weniger Sicherheit geben.
> Lösung 1) Man macht im eigenen Land Lohndumping.
> Probleme:
> a) du kommst trotz dem nicht auf konkurenzfähige Preise.
> b) deine Binnenwirtschaft geht den bach runter.
> c) Der kurzzeitig belebende Effekt kehrt sich nach einiger Zeit um,
> die Konjunktur pendelt ich auf einem niedrigerenNiveau wieder ein.
>
> Lösung 2) du förderst Gewerkschaften in den Billiglohnländern, um die
> Arbeit dort zu verteuern und die Lebensbedinungen dort zu verbessern
> und um ggf. dort sogar eigenen Exportartikel verkaufen zu können.
> Probleme
> a) Schwer durch zu setzen
> b) Der Effekt braucht lange bis er wirkt
>
> Lösung 3)
> Du investierst massiv in Arbeits- und Innovationskraft, um dich nicht
> mit dem Preis, sondern mit dem Know How und einem Mehrwert an
> Dienstleistung durchzusetzen.
> Probleme:
> a) Der Effekt wirkt langsam
> b) Du verhinderst nicht, dass das Know how im eigenen Land entwickelt
> und in einem Billiglohnland angewendet wid.
>
> Lösung 4) Strafzölle um den Reimport aus Billiglohnländern zu
> verteuern
> Probleme:
> a) Billiglohnländer bleiben Billiglohnländer und du verhinderst nicht
> den Import über andere Grenzen
> b) Billiglohnländer können deine Exportprodukte auch in Zukunft nicht
> kaufen und du erschliesst keine neuen Märkte.
> c) Deine Wirtschaft ist im Vergleich zu den Billiglohnländern immer
> noch nicht günstig. Um dich rum geht es weiter, wie bisher.
>
> Für mich gibt es also nur 2 Lösugen:
> - Gewerkschaften in anderen Ländern stärken.
da ist was dran.
> - Lohndumping im eigenen Land nicht zulassen.
jein, du hast manch wahres gesagt, manches das ich anders lösen
würde.
> - In Forschung, Arbeit und Technik investieren
ja, nennt man dies nicht zukunftsinvestitionen? Sind wir da nicht
mittlerweile auf Stufe Entwicklungsland????
> Gruss,
> -Wanja-
Gruss Eurit