Re: So ein Blödfug… - Deutsche Bank informiert Mitarbeiter von…
Posted in Allgemein on August 22nd, 2008 by adminbankch so, weil Briten, Franzosen und Tschechen keine Kinderarbeit
> erlauben, gibt es dieses und die anderen von mir genannten Probleme
> nirgends… Das ist eine feine Logik.
Im Gegensatz zu Dir habe ich meine Aussage nicht verallgemeinert. Ich
habe nicht gesagt, dass es nirgends Kinderarbeit gibt. Ich habe nur
gesagt, dass “billiger” nicht gleich “Ausbeutung” ist. Akzeptiere
das.
> > D.h. Du kaufst _nur_ fair gehandelten Kaffee und gibst der Bedienung
> > _immer_ mindestens 3 Euro Trinkgeld. Glaub’ ich nicht, auch wenn Du
> > das bejahst. Auch Du zahlst im großen ganzen nach Preis und/oder
> > Marke.
>
> Das ist keine Antwort. Ich habe gefragt ob es schlimm ist mehr zu
> Zahlen wenn dafür das Lebenstandard der produzierenden besser wird.
> Ja oder nein?
Nein. Es ist nicht schlimm, aber ich halte es für möglich, weniger zu
zahlen und trotzdem den Lebensstandard des Produzierenden zu
verbessern.
> Wie ich einkaufe oder nicht willst du nicht wissen, du sagst du
> Glaubst es nicht
Stimmt.
> Ganz einfach, früher oder später wird dein auch dein Job im Ausland
> billiger erledigt werden können. Das ist so offensichtlich, und
> dennoch sind globalisierungsbefürworter blind für diese Tatsache.
Komisch. Das stört mich gar nicht. Wenn die im Ausland besser sind
muss ich mich halt anpassen. Ich bin nicht blind, ich nehme nur die
Herausforderung an.
> In Indien sprechen fast alle english und es gibt mehr als genügend
> ausgebildete ingenierue, programmierer usw. Wenn dir Afghanistan
> nicht gefällt, dann kannst du dich mal als edv in Kalkuta versuchen.
Ich werde mich nicht als EDV versuchen. Aber ich werde mir EDV-Leute
in Kalkutta suchen, wenn Du willst.
> Genau, und darüber ging es in den Diskussionen zum Artikel. Ab hier
> wird mir klar daß du dich ziemlich dumm stellst, oder einfach nicht
> fähig bist den Pfad der Diskussion zu folgen.
Stimmt. Du bist so klug. Und ich so dumm.
> > Klär mich doch auf. WAS war der Grund für den Zusammenbruch? _Nicht_
> > die Wirtschaft? Ich bin überrascht…
>
> Nein das werde ich nicht.
Dachte ich mir. Du bist zu klug dazu.
> Wenn du es wirklich wissen willst, musst du
> dich für längere Zeit mit Geschichte beschäftigen. Die
> Wirtschaftsform hat auf jeden Fall eine wichtige Rolle gespielt,
Meine Rede!
> aber
> nicht das “nicht mit dem Ausland handeln wollten” von dem du redest.
Sondern?
> > Äh, hallo? Globalisierung ist das Gegenteil von Embargo!!!! Vom
> > Globalisierungsstandpunkt aus ist ein Embargo mit einem
> > produzierenden Land ökonomischer Unsinn.
>
> Ganz genau, aber es ist ja nicht Kuba gewesen die sich mit einem
> Embargo vom Internationalen Handel abgeschnitten hat, sondern die
> USA.
Ich wiederhole: Vom Globalisierungsstandpunkt aus ist ein Embargo mit
einem
produzierenden Land ökonomischer Unsinn. Bitte lies genau. Oder nee.
Ich übersetze Dir: USA doof! USA nicht gut Globalisierung!
> Was eben deine lächerliche These mit dem Zusammenbruch der
> Länder weil sie “nicht mit dem Ausland handeln wollten” wiederlegt.
Immerhin habe ich eine These - Du hast bisher nur heisse Luft. Und
eine Widerlegung sehe ich nicht.
> Nochmal, kannst du mir bitte sagen wieso das ein Naturgesetz sein
> soll? Wieso musst du dich eines pseudowissenschaftlichen Argumentes
> bedienen.
Ich gebe zu, “Naturgesetz” ist ein blödes Wort. Was ich meinte war:
Globalisierung ist unvermeidlich und liegt in der Natur des Menschen.
> Abgesehen davon daß es armseliger blödsinn ist. Wie zieht der
> Lateinamerikanischer Bauer (du sprichst von “Nutzenmaximierung jedes
> einzelnen”) Nutzen von der Globalisierung? er produziert viel
> günstiger, aber bleibt auf seiner Ernte sitzen, weil seine Produkte
> trotzdem nicht gegen die subvensionierten Agrarerzeugnisse der
> reichen länder konkurrieren können.
Subventionen sind (nicht nur) bei der Globalisierung totaler
Blödsinn. Genauso wie Schutzzölle. Diese hindern die ärmeren Länder
an der Wettbewerbsteilnahme. Aber der Fehler liegt da nicht in der
Globalisierung, sondern an den Schutzzöllen / Subventionen. Gutes
Negativ-Beispiel ist die subventionierte Euro-Banane. Das ist unfair
und gehört abgeschafft (mithilfe von… Globalisierung!)
> Oder der Arbeitslose Europäer?
> Was hat er von den ganzen billig Importen wenn er sie sich nicht mehr
> leisten kann? etc.
Du meinst, er kann sich Billigimporte nicht leisten, darum soll er
das teuer produzierte Zeug aus dem Inland kaufen? Der wird Dir was
husten, der Arbeitslose (und bitte glaube nicht, dass die
Globalisierung schuld an der hohen Arbeitslosigkeit ist - die ist
hausgemacht).
> > Und um beim Bild zu bleiben: Globalisierungsgegner wollen verhindern,
> > dass ein Dorf mit jemandem anderen als dem nächsten Dorf handelt. Und
> > die Begründung: das übernächste Dorf würde sonst ausgebeutet.
>
> Ich weiss nicht was die Globalisierungsgegner verhindern wollen. Ich
> will auf keinen Fall daß unser wohlstand geopfert wird, damit der
> Internationale Großkapital immer mehr profite einfahren kann.
Unser Wohlstand wird geopfert? Durch die Globalisierung? Wem?
Wodurch? Ganz sicher nicht durch den Verlust von Arbeitskräften.
> Ich
> will nicht daß die Bildungsmisere steigt, ich will nicht daß es immer
> mehr Armut um mich herum gibt.
Will ich auch nicht.
> Ich will nicht daß die armen Länder
> ärmer werden und die Bevölkerung der reichen Länder verarmt.
Nur der Handel und der Austausch zwischen den Ländern kann das
verhindern. Wenn alles so bleibt, wie es ist, wird es nicht besser.
F.