Re: So ein Blödfug… - Deutsche Bank informiert Mitarbeiter von…
Posted in Allgemein on August 23rd, 2008 by adminbank > Fraten schrieb am 29. September 2003 14:13
> >
> > > Ausgelagert wird doch nur, was entweder woanders billiger oder besser
> > > gemacht werden kann.
> >
> > Genau, als wäre “billiger” eine hinreichendes Kriterium für richtiges
> > handeln. Billiger heist meistens Kinderarbeit, Ausbeutung,
> > Hungerlöhne, Korruption Missachtung von Umweltauflagen etc. In
> > deutschland produzieren ist teurer, weil zumindest bisher, die
> > meisten ein akzeptables lebenstandard haben.
>
> Echt? Briten, Franzosen und Tschechen erlauben Kinderarbeit? Wäre mir
> neu… Im Ernst: Eine Produktion in GB kann billiger sein, wenn die
> Qualität und Produktivität besser ist als in D. Weil die Folgekosten
> minimiert werden.
Ach so, weil Briten, Franzosen und Tschechen keine Kinderarbeit
erlauben, gibt es dieses und die anderen von mir genannten Probleme
nirgends… Das ist eine feine Logik.
> > > Was wäre Deutschland ohne Globalisierung? Wir
> > > müssten Güter und Dienstleistungen zu viel teureren Preisen erstellen
> > > als das Ausland.
> >
> > Worin siehst du denn da ein Problem? Ist es schlimm mehr für ein
> > Produkt zu zahlen wenn dafür die Menschen die es herstellen ein
> > anständiges Leben führen können?
>
> D.h. Du kaufst _nur_ fair gehandelten Kaffee und gibst der Bedienung
> _immer_ mindestens 3 Euro Trinkgeld. Glaub’ ich nicht, auch wenn Du
> das bejahst. Auch Du zahlst im großen ganzen nach Preis und/oder
> Marke.
Das ist keine Antwort. Ich habe gefragt ob es schlimm ist mehr zu
Zahlen wenn dafür das Lebenstandard der produzierenden besser wird.
Ja oder nein?
Wie ich einkaufe oder nicht willst du nicht wissen, du sagst du
Glaubst es nicht
> > > Am Beispiel Bank: Deine Inlandsüberweisung könnte
> > > teurer sein als eine Auslandsüberweisung. Das willst Du?
> >
> > Was willst DU?! möchtest du gerne dein persönliches Lebenstandard auf
> > das Haitianische oder Afganische herabsenken?
>
> Nein, ich möchte mein Geld so verteilen, dass ich den maximalen
> Nutzen daraus ziehen kann.
>
> > denn genau dahin führt deine Überlegung.
>
> Erkläre mir das.
Ganz einfach, früher oder später wird dein auch dein Job im Ausland
billiger erledigt werden können. Das ist so offensichtlich, und
dennoch sind globalisierungsbefürworter blind für diese Tatsache.
>
> > Und fang garnicht mit Bildung usw an. Dort gibt es
> > auch ausgebildete Menschen
>
> echt? Hier sprechen (ich schätze mal) 60% der Deutschen englisch.
> Englisch ist wichtig im Arbeitsleben. Wieviele Afghanen sprechen
> englisch. Wieviele Absolventen der Elektrotechnik und Maschinbau
> gibt’s dort? Oh, ‘tschuldigung, ich soll ja _nicht_ von Bildung
> reden… warum eigentlich? Ah, muss unwichtig sein…
In Indien sprechen fast alle english und es gibt mehr als genügend
ausgebildete ingenierue, programmierer usw. Wenn dir Afghanistan
nicht gefällt, dann kannst du dich mal als edv in Kalkuta versuchen.
> > die für viel weniger bereit sind zu arbeiten.
>
> Ja, aber wenn ich Arbeit nach Afghanistan transferiere betreibe ich
> ja Globalisierung und bin deshalb schon ein Ausbeuter.
Genau, und darüber ging es in den Diskussionen zum Artikel. Ab hier
wird mir klar daß du dich ziemlich dumm stellst, oder einfach nicht
fähig bist den Pfad der Diskussion zu folgen.
> > > Was ist denn
> > > aus den Ländern geworden, die nicht mit dem Ausland handeln wollten?
> > > Zusammenbruch der UdSSR, der DDR - erfreue Dich doch an den
> > > glänzenden Beispielen Kuba und China (warum wollen die denn bloss der
> > > WTO beitreten!?).
> >
> > Wie ungebildet bist du eigentlich? Seit wann ist die UDSSR
> > zusammengebrochen weil sie “nicht mit dem Ausland handeln wollte” ?
>
> Klär mich doch auf. WAS war der Grund für den Zusammenbruch? _Nicht_
> die Wirtschaft? Ich bin überrascht…
Nein das werde ich nicht. Wenn du es wirklich wissen willst, musst du
dich für längere Zeit mit Geschichte beschäftigen. Die
Wirtschaftsform hat auf jeden Fall eine wichtige Rolle gespielt, aber
nicht das “nicht mit dem Ausland handeln wollten” von dem du redest.
> > Und was ist mit Kuba, schon mal vom Handelsembargo durch die USA
> > gehört? Man muss kein befürwörter des Kommunismus sein um zu erkennen
> > daß globalisierung eine ziemlich üble sache ist.
>
> Äh, hallo? Globalisierung ist das Gegenteil von Embargo!!!! Vom
> Globalisierungsstandpunkt aus ist ein Embargo mit einem
> produzierenden Land ökonomischer Unsinn.
Ganz genau, aber es ist ja nicht Kuba gewesen die sich mit einem
Embargo vom Internationalen Handel abgeschnitten hat, sondern die
USA. Was eben deine lächerliche These mit dem Zusammenbruch der
Länder weil sie “nicht mit dem Ausland handeln wollten” wiederlegt.
> > > Globalisierung ist ein Naturgesetz und nichts, dass man aufhalten
> > > könnte und nichts vor dem man Angst haben muss.
> > > F.
> >
> > Wie kommst du darauf das Globalisierung ein Naturgesetzt ist? kannst
> > du das mal bitte erklären?
>
> Gerne. Je größer das Einzugsgebiet ist, desto umfangreicher wird der
> Handel. Beispiel: Im Mittelalter handelten Dörfer untereinander, weil
> sie Preise nicht vergleichen (und ausgleichen) konnten. Je besser die
> Kommunikation wurde, desto größer wurde der Handelsraum. Inzwischen
> können wir halt (fast) weltweit Preise vergleichen und handeln. Das
> Naturgesetz liegt also in der Nutzenmaximierung jedes einzelnen, der
> aus einem niedrigeren Preis einen höheren Nutzen zieht.
Nochmal, kannst du mir bitte sagen wieso das ein Naturgesetz sein
soll? Wieso musst du dich eines pseudowissenschaftlichen Argumentes
bedienen.
Abgesehen davon daß es armseliger blödsinn ist. Wie zieht der
Lateinamerikanischer Bauer (du sprichst von “Nutzenmaximierung jedes
einzelnen”) Nutzen von der Globalisierung? er produziert viel
günstiger, aber bleibt auf seiner Ernte sitzen, weil seine Produkte
trotzdem nicht gegen die subvensionierten Agrarerzeugnisse der
reichen länder konkurrieren können. Oder der Arbeitslose Europäer?
Was hat er von den ganzen billig Importen wenn er sie sich nicht mehr
leisten kann? etc.
> Und um beim Bild zu bleiben: Globalisierungsgegner wollen verhindern,
> dass ein Dorf mit jemandem anderen als dem nächsten Dorf handelt. Und
> die Begründung: das übernächste Dorf würde sonst ausgebeutet.
Ich weiss nicht was die Globalisierungsgegner verhindern wollen. Ich
will auf keinen Fall daß unser wohlstand geopfert wird, damit der
Internationale Großkapital immer mehr profite einfahren kann. Ich
will nicht daß die Bildungsmisere steigt, ich will nicht daß es immer
mehr Armut um mich herum gibt. Ich will nicht daß die armen Länder
ärmer werden und die Bevölkerung der reichen Länder verarmt.